Glossar
4CIF
Entspricht der 4fachen Auflösung von CIF und wird z.B. für die Übertragung vom Grafiken genutzt.
Application Sharing
Dabei können Teilnehmer einer Videokonferenz auf die Programme des Rechners eines Teilnehmers zugreifen und daran gemeinsam arbeiten.
Asynchron
Bei diesem Datenübertragungsverfahren werden die Daten nicht im selben Takt übertragen. Deshalb sind Steuerbits erforderlich, die den Anfang und das Ende eines Bytes signalisieren.
ATM
Abk. für Asynchronous Transfer Mode ATM ist eine verbindungsorientierte Hochgeschwindigkeits- Multiplex- und Vermittlungstechnik zur Datenübertragung mit hohen Bandbreiten (155 MBit und mehr). In kleinen Datenpaketen, sogenannten Cells, werden digital codierte Informationen übertragen. ATM kann Sprache, Daten und Video ohne Komprimierung übertragen.
B-ISDN
Abk. für Broadband Integrated Services Digital Network Breitband. ISDN für Breitbanddienste ab 2Mbps bis 155Mbps. Die Transportplattform für B-ISDN ist ATM.
B-Kanal
Abk. für Bearer-Kanal Engl. Bearer = Träger Digitaler, duplexfähiger Übertragungskanal für Nutzdaten im ISDN.
Bandbreite
Begriff für die Übertragungskapazität eines Systems oder Datenkanals. Angabe der Einheit in z.B. Herz oder Bit/s.
Basisanschluss
Eine Variante eines Teilnehmeranschlusses im ISDN. Der ISDN-Basisanschluss besteht aus zwei Nutzkanälen (B-Kanal) zu je 64kb/s und einem Signalisierungskanal (D-Kanal) zu 16kb/s.
BER
Abk. für Bit Error Rate Ein Wert, mit dem sich die Güte eines ISDN Anschlusses testen läst. Gibt das Verhältnis der fehlerhaften Bits zur Gesamtzahl der übertragenen Bits in einer zeitlichen Periode an.
Bonding
Abk. für Bandwidth on Demand Interoperability Group Name eines Konsortiums und Bezeichnung eines Übertragungsstandards für inverses Multiplexing mit fünf unterschiedlichen Modes. Bei dem für Videokonferenz angewandten Mod1 werden auf mehreren voneinander unabhängigen Kanälen Daten übertragen, ohne jede Synchronisation und Fehlerkorrektur. Im Falle eines Auftretens von Fehlern wird die gesamte Verbindung abgebrochen.
BRI
Abk. für Basic Rate Interface Internationale Bezeichnung für einen ISDN-Basisanschluss.
Brücke
Andere Bezeichnung für eine Multipoint-Konferenz-Unit (MCU).
CCD
Bildsensor einer Digitalkamera. Ein Charge-coupled Device (CCD) ist ein integriertes elektronisches Bauteil, das unter anderem als Bildsensor in Digitalkameras zum Einsatz kommt. Lichtempfindliche in einer Matrix angeordnete Sensoren erzeugen ein zur Lichtmenge proportionales elektrisches Signal, welches durch die Kamera weiter verarbeitet werden kann.
CCITT
Abk. für Comite Consultatif International Telegraphique et Telephonique Internationale Gremium zur Festlegung von Normen für den Telegraf- und Fernsprechdienst. Mittlerweile ersetzt durch die ITU-T.
Chair Controlled
Diese Funktion bezeichnet die Möglichkeit, von einem Videokonferenzsystem aus, welches sich in einer Multipointkonferenz befindet, eine Lokation auszuwählen, die dann von allen Teilnehmern gesehen wird. Dies ist nur dann gewährleistet, wenn die zugeschalteten Systeme H.243 konform sind.
CIF
Abk. für Common Intermediate Format Bezeichnet das Format eines Bildes, das zu einer Videosequenz gehört und nach H.261 codiert wurde. Oft auch Full- CIF genannt. Die Auflösung beträgt 288* 352 Pixel bei einer Bildwiederholrate von max. 30 Bildern/s.
Codec
Abk. für Coder/Decoder Eine Hard- oder Software Einrichtung, zur Wandlung analoger Signale in digitale Signale und umgekehrt.
Continuous Presence
Bestimmte Bilddarstellung in einer Multipointkonferenz, bei der der Bildschirm in vier Teile (Quarter- Split) bzw. sechs Teile (5+1 Split) aufgeteilt und jede Lokation in einem der Felder dargestellt wird.
D-Kanal
Abk. für Daten-Kanal Bezeichnet den Signalisierungskanal im ISDN. Der D-Kanal hat eine Datenrate von 16kb/s beim Basisanschluss und 64kb/s beim Primärmultiplexanschluss. Über den D-Kanal erfolgt der Verbindungsaufbau, -abbau und die Steuerung.
Datenkonferenz
Beschreibt die Möglichkeit, innerhalb einer Videokonferenz, oder auch separat, Dokumente und andere Applikationen auszutauschen, zu übertragen und gemeinsam zu nutzen. Der ITU-T Standard, der den Aufbau einer solchen Real-Time Datenkonferenz, regelt ist der T.120. Parallel zu einer Videokonferenz kann dabei Applicationsharing, Filetransfer oder Whiteboarding genutzt werden.
DES
Abk. für Data Encryption Standard Ein US-Datenverschlüsselungsstandard, der nach US-Gesetz nicht außerhalb des Landes benutzt werden darf.
DSS1
Abk. für Digital Signalling System No.1 (Siehe E-DSS1)
DTMF
Abk. für Dual Tone Multiple Frequency In Deutschland auch Tonwahl genannt. Dabei wird die gewählte Ziffer nicht durch eine Impulsfolge, sondern durch unterschiedliche, aus jeweils zwei Frequenzen bestehende Töne codiert.
Duplex
Betriebsart, bei der gleichzeitig Sende- und Empfangsbetrieb möglich ist.
E-DSS1
Abk. für European Digital Subscriber Signalling No.1 Bezeichnung des europaweit genutzten Signalisierungsprotokolls im ISDN-D-Kanal.
E1
Abk. für European Digital Signal Level No. 1 Ein E-1 Anschluss entspricht 2,048Mbit/s und besteht aus 32 Kanälen je 64kb/s davon 30 Nutzkanäle, je ein Serviceund Signalisierungskanal. Das Gegenstück in Nordamerika ist T1.
Echokompensation
Schaltung zur Unterdrückung von Rückkopplungen des Sendesignals auf den eigenen Empfangskanal.
Ethernet
Produktname eines ursprünglich von den Firmen Intel, DEC und Xerox vertriebenen LANs. Die Übertragungsbandbreite von Ethernet beträgt 10, 100 oder 1000Mbit/s.
Euro-ISDN
Kurzbezeichnung für den europaweit standardisierten ISDN-Anschluss.
Gatekeeper
Ein Gatekeeper kontrolliert und routet ankommende und abgehende Rufe, kontrolliert Bandbreiten im (H.323) Netz, übersetzt Adressen und Namen der Terminals und autorisiert diese für bestimmte Calls.
Gateway
Schnittstelle zwischen verschiedenen Netzen. Übersetzt Schnittstellenprotokolle von nicht kompatiblen Netzen.
H0
Bezeichnung für einen 384kb/s Kanal im ISDN als ganzzahlige Mehrfache von 64kb/s. Steht für einen einzelnen Kanal mit hoher Datenrate (z.B. 384kb/s).
Handshake
Prozedur für den Verbindungsaufbau. Dabei gleichen Sender und Empfänger ihre Übertragungsparameter ab.
Impulswahlverfahren
Signalisierungsverfahren in analogen Fernmeldenetzen, bei dem die Ziffern 0 bis 9 eine festgelegte Anzahl von Impulsen erzeugen.
IP
Siehe TCP/IP.
ISDN
Abk. für Integrated Services Digital Network Von der ITU 1984 genormt, bezeichnet das ISDN ein digitales Netz zur gleichzeitigen digitalen Übertragung von Sprache, Text, Bild und Daten.
ISO
Abk. für International Standards Organisation Internationaler Zusammenschluss der nationalen Normungsausschüsse der Datenkommunikationstechnik.
JPEG
Abk. für Joint Photographic Expert Group Anfangs der Name eines Standardisierungsgremiums, dann der Name selbst eines Kompressionsverfahrens für Standbilder.
Kanal
In der Übertragungstechnik eine eingerichtete (unidirektionale) Punkt zu- Punkt Verbindung zur Übertragung von Signalen.
Kanalbündelung
Bezeichnet die parallele Nutzung mehrerer B-Kanäle im ISDN zur Erzielung höherer Übertragungsraten.
Kb/s
Siehe Kbps.
Kbps
Abk. für Kilo bit per second
Kompression
Verfahren, bei dem Daten so veridichtet werden, dass sie weniger Speicherplatz und somit für die Übertragung weniger Zeit benötigen.
LAN
Abk. für Local Area Network Bezeichnet lokale Netzwerke mit einer Ausdehnung von bis zu 10 Kilometern und mehreren hundert angeschlossenen Stationen. Meistens jedoch innerhalb von Gebäuden.
Mb/s
Siehe Mbps.
Mbps
Abk. für Mega bit per second
MCU
Abk. für Multipoint Control Unit Eine MCU dient zur Durchführung von Punkt zu Mehrpunkt (Multipoint) Videokonferenzen.
Mehrgeräteanschluss
Bezeichnet eine Anschlussvariante beim ISDN-Basisanschluss. Auch als Bus-Betrieb (S0-Bus) bezeichnet, der dabei bis zu 12 Anschlußbuchsen enthalten kann. Es können bis zu acht ISDN-Endgeräte angeschlossen werden, von denen maximal vier Geräte, in der Regel Telefone, aus dem Bus gespeist werden dürfen. Durch die Verfügbarkeit von zwei B-Kanälen, können allerdings nur zwei Endgeräte parallel betrieben werden.
Mehrpunktkonferenz
Im Gegensatz zu einer Punkt-zu- Punkt-Konferenz werden bei dieser Variante mehr als nur zwei Standorte miteinander verbunden, um an einer Konferenz teilzunehmen.
MPEG
Abk. für Motion Picture Expert Group Ein ISO-Standard für komprimierte Audiosignale und Bewegtbilder
MSN
Abk. für Multiple Subscriber Number Die Mehrfachrufnummer des Euro- ISDN-Basisanschlusses erlaubt eine Durchwahl an ein Endgerät. Bis zu zehn Rufnummern (MSN) sind möglich.
NTBA
Abk. für Network Termination for ISDN Basic Access Netzabschluss für den ISDN-Basisanschluss.
NTSC
Abk. für National Television Standards Committee US-Fernsehnorm. NTSC Signal ist ein Composite-Signal, das von der Fernseh- und Videoindustrie in den USA und Japan übernommen wurde.
PAL
Abk. für Phase Alternating Line Die in Deutschland und weiten Teilen Europas verwendete Fernsehnorm.
PRI
Abk. für Primery Rate Interface siehe Primärmultiplexanschluss.
Primärmultiplexanschluss
Eine Variante eines Teilnehmeranschlusses im ISDN. Der Primärmultiplexanschluss besteht aus 30 Nutzkanälen (B-Kanal) zu je 64kb/s und einem Signalisierungskanal (D-Kanal) zu 64kb/s. Der Primärmultiplexanschluss kann entweder über zwei Kupferdoppeladern (NTPMKU) oder über zwei Glasfaseradern (NTPMGF) geführt werden.
QCIF
Abk. für Quarter Common Intermediate Format Standardbildformat zur Echtzeitübertragung digitaler Bilder nach H.261.Die Auflösung beträgt 144* 176 Pixel.
QoS
Abk. für Quality of Service Bezeichnet alle Faktoren, die die Dienstgüte bei z.B. LAN Verbindungen beeinflussen.
RJ 45
Amerikanische Bezeichnung für einen achtpoligen Stecker zum Anschluss von ISDN-Endgeräten an die S0-Buchse. Im Sprachgebrauch auch Westernstecker genannt.
S0
Eine Variante eines Teilnehmeranschlusses im ISDN. Siehe auch Basisanschluss.
S0-Bus
Siehe Mehrgeräteanschluss.
S2M
Siehe Primärmultiplexanschluss.
Scartbuchse
Auch Euro-AV-Buchse genannt. Bezeichnet eine Steckverbindung für Fernseher und Videorecorder. Siehe auch Primärmultiplexanschluss.
SVGA
Abk. für Super-VGA Bezeichnung für die Weiterentwicklung des VGA Grafik- Standards. Die Auflösung beträgt 800x600 Bildpunkte. Die Weiterentwicklung hierzu ist XGA.
T.120
Der ITU-T Standard, der die Real- Time Datenkonferenz regelt. Parallel zur Videokonferenz kann dabei Applicationsharing, Filetransfer oder Whiteboarding genutzt werden.
T1
Abkürzende Bezeichnung in den USA für eine standardisierte Datenverbindung. T1 entspricht 1,544 Mbps und besteht i.d.R. aus 24 ISDN-Kanälen je 56kb/s, 24 Signalisierungskanälen zu je 8kb/s und einem 8kbit Steuerkanal. Das Gegenstück in Europa ist E1.
TCP
Siehe TCP/IP.
TCP/IP
Abk. für Transmission Control Protocol / Internet Protocol Das IP Protokoll definiert den Aufbau und die Adressierung von Datenpaketen in TCP/IP-Netzwerken. Das TCP Protokoll baut auf das IP-Protokoll auf, sorgt für die Einsortierung der Pakete in die richtige Reihenfolge und ist für die Bestätigung des Empfangs zuständig. Übertragungsfehler werden automatisch korrigiert.
Übertragungsrate
Geschwindigkeit, mit der Daten oder Videosignale übertragen werden. Wird normalerweise in kBit/s angegeben.
VGA
Abk. für Video Graphics Array Bezeichnung für einen üblichen Standard für PC-Grafikkarten. Die Auflösung beträgt 640_480 Bildpunkte.
Voice controlled
Heißt, dass derjenige, der in einer Multipointkonferenz spricht, von allen zugeschalteten Teilnehmern (Lokationen) gesehen wird. Dies ist nur dann gewährleistet, wenn die zugeschalteten Systeme H.243 konform sind.
WAN
Abk. für Wide Area Network Ein privates oder öffentliches Netz mit einer Ausdehnung von mehr als 10km. Es verbindet häufig mehrere LANs miteinander. Das dazu genutzte Netz kann eine ISDN Verbindung sein.
Westernstecker
Bezeichnung für einen weltweit in der Telekommunikation verbreiteten Stecker. Siehe RJ45
Whiteboard
Bei Videokonferenzen gemeinsam verwendetes Fenster (PC) bzw. Grafikboard für Skizzen.
X.21
Schnittstellenbezeichnung der ITU für synchrone Übertragung zwischen Endgerät und Übertragungseinrichtung.
XGA
Bezeichnung für die Weiterentwicklung des SVGAGrafik- Standards. Die Auflösung beträgt 1024x768 Bildpunkte.








